Iraq 2018

Creating the Us - Iraq Projekt 2018

Internationale Parkour und Gemeinschaftsarbeit

Wir sind sehr stolz, euch unser erstes internationals Parkour-Projekt außerhalb Deutschlands vorzustellen. Dank der Initiative und dem großen Engagement von Lukas Rosendahl aka Professor Parkour und Christian Sick werden wir vor Ort im Nord-Irak schon im Oktober Entwicklungsarbeit durch Parkour leisten.

Kern von 'Creating the Us' wird ein nationales & überregionales Parkour Treffen in Erbil, bei dem Parkour-Sportler aus verschiedenen Regionen zusammengebracht werden. Hierbei werden sich auch Traceure aus früheren Konfliktregionen wie z.B. Mossul beteiligen. Durch kleine und große Community Aktivitäten um und durch Parkour möchten Lukas und Chris so interkulturellen Dialog und Konfliktprävention schaffen. Darüber hinaus wollen wir auch die lokalen Kapazitäten zum Durchführen von eigenen Projekten stärken und zukünftige Kooperationsmöglichkeiten und -bedarfe erläutern, damit die lokalen Parkour Communities auch nach dem Projekt nachhaltig davon profitieren können.

Unterstützt werden wir dabei erneut von der Stiftung Dialoge & Begegnungen, mit deren Hilfe wir schon auf der diesjährigen Gravity Sucks Jam einen großen Fokus auf grenzübergreifenden Dialog und einen friedenspolitischen Diskurs durch Parkour setzen konnten. Wir freuen uns sehr, dass wir nun auch außerhalb von Deutschland Projekte starten können, die weltweit Menschen zusammenbringen, helfen und zu eigenen Projekten motivieren. Danke!

Projektbeschreibung

Ort

Die Republik Irak ist ein Land mittleren Einkommens mit einer Reihe von Schlüsselfaktoren, die ihre Stabilität und die Umsetzung der UN-Hilfe für Flüchtlinge und Binnenvertriebene in Frage stellen. Überlauf-/Nebeneffekte des syrischen Bürgerkrieges und der regionalen Instabilität sowie die innenpolitischen Spannungen haben die politische und wirtschaftliche Stabilität des Landes beeinflusst. Des Weiteren hat der Krieg gegen den Islamischen Staat zur Rückeroberung von Gebieten von 2015 bis 2017 zur fortlaufenden Vertreibungen von Menschen geführt. Das stagnierende sozioökonomische Umfeld und der Mangel an Grundlegendem behindern das tägliche Leben im Irak zusätzlich.

Wirkungsort ist im Nordirak in Mossul (2,9 Mio Einwohner) und Erbil ((850.000 Einwohner)

Die meisten Einwohner von Mossul sind sunnitische Muslime, wobei die Mehrheit von ihnen Araber und die Minderheit Kurden sind. Ebenfalls sind Christen, Jesiden und Orthodoxe in Mossul beheimatet.

Problem

Obwohl der Konflikt im Irak beendet ist, bestehen weiterhin viele, unvorhersehbare und stetig wechselnde Dynamiken die in 2018 anhalten. In Teilen des Iraks besteht weiter lokale Unterstützung des Islamischen Staates, besonders hier ist mit Attacken zu rechnen, welche als neue Quellen der Instabilität fungieren können. Dadurch und durch die Verzögerungen bei den Aussöhnungen und bestehende politischen Spannungen, können neue Quellen der Instabilität entstehen.
Bis zu zwei Millionen Binnenvertriebene Iraker werden wahrscheinlich in 2018 in ihre Heimat zurückkehren. Obwohl große Anstrengungen von der irakischen Zentralregierung und kurdischen Regionalregierung unternommen werden, die Anreiz und Erleichterung der Rückkehr zu erleichtern, können viele gefährdete Familien nicht ohne Hilfe zurückkehren.
Vertriebene Menschen aus Gebieten, die noch nicht stabil sind, werden ihre Rückkehr wahrscheinlich verzögern bis sich die Bedingungen verbessern und weiterhin Unterstützung besteht. Vor allem in der Region Kurdistan, sind weit verbreitete Arbeitslosigkeit und Verschlechterung der öffentlichen Dienstleistungen problematisch für die ganze Bevölkerung.
Die humanitären Bedürfnisse sind u.a. auch in den Gouvernoraten Dahuk, Erbil und Sulaimaniyah konzentriert. Diese liegen in der irakischen Region Kurdistan, welche insgesamt 30 Prozent aller Vertriebenen im Irak und 226.000 Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen hat. Erbil beherbergt die drittgrößte Vertriebenen-Bevölkerung, von denen viele seit August 2014 vertrieben waren.
Rund 736.000 Menschen, die in der irakischen Region Kurdistan leben, benötigen Schätzungen zufolge im Jahr 2018 irgendeine Form von humanitärer Hilfe. Etwa 358.000 vulnerable Menschen in der Provinz Erbil benötigen Schätzungen zufolge im Jahr 2018 eine Form von humanitärer Hilfe. Mehr als 271.000 Menschen sind im Gouvernement Dahuk im Jahr 2018 auf irgendeine Form von humanitärer Hilfe angewiesen.

Der Irak ist ein Land mit einer vielfältigen Bevölkerungszusammensetzung. Durch Krieg und Gewalt hat das Vertrauen innerhalb der Bevölkerung stark gelitten. Gerüchte oder einseitige Berichte wurden mit großer Geschwindigkeit auf sozialen Netzwerken verbreitet, wodurch eine weitere Polarisierung der Bevölkerungsanteile vorangetrieben wurde, was zu weiterer Segregation geführt hat.
Für langfristige Stabilität im Land, gilt es diesen Zyklus zu durchbrechen und durch interkulturellen Dialog die Bevölkerung zu vereinen sowie Vorurteile und Stigmatisierung innerhalb der Bevölkerung abzubauen.

Ziele

  • Schaffen von interkulturellen Dialog & Stärkung von Konfliktprävention im Irak durch Parkour
  • Aufbau von lokalen Kapazitäten zum Durchführen von eigenen Projekten
  • Erörtern der zukünftigen Kooperationsmöglichkeiten und -bedarfe mit der lokalen Parkour Community & lokalen Stakeholdern
IDS
dialoge und begegnungen
parkour creation ev
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen